Kaffeeverkostung: Ein Leitfaden zur Cupping-Methode der Profis

Möchtest du lernen, Kaffee wie ein Röstmeister zu verkosten? Cupping ist eine standardisierte Methode zur Kaffeeverkostung, die die Einflüsse der Zubereitungsarten (wie Filterkaffee oder Espresso) ausschließt und die eigenen Eigenschaften des Kaffees zur Geltung bringt.

Mit diesem Leitfaden veranstaltest du deine eigene Kaffeeverkostung zu Hause.

Was brauchst du?

  • Kaffeebohnen: Wähle 2–4 verschiedene Kaffees zum Vergleich.
  • Waage und Mühle: Ein gleichmäßiger Mahlgrad ist wichtig.
  • Tassen: Am besten identische Tassen mit etwa 150–200 ml.
  • Löffel: Cupping-Löffel aus Edelstahl (oder normale runde Esslöffel).
  • Notizmöglichkeiten: Das Festhalten von Sinneseindrücken hilft beim Lernen.
Kaffeeverkostung: Ein Leitfaden zur Cupping-Methode der Profis

Cupping-Formel: 5 Schritte

Profis folgen immer dieser Reihenfolge, damit der Vergleich fair bleibt:

Duft (Dry Aroma): Rieche am trocken gemahlenen Kaffee. Welche Duftnoten findest du? (Z. B. Schokolade, Nüsse, Beerigkeit).

Aufguss (The Pour): Gib heißes Wasser in die Tasse (ca. 92–94 °C). Nicht umrühren. 4 Minuten ziehen lassen.

Aufbrechen und Riechen (The Break): An der Oberfläche bildet sich eine „Kruste“. Brich sie mit dem Löffel dreimal auf, indem du sie langsam von dir wegschiebst. Rieche dabei intensiv am aufsteigenden Dampf – das ist die wichtigste Duftphase des Kaffees!

Abschöpfen (Cleaning): Entferne den auf der Oberfläche schwimmenden Schaum und das Kaffeemehl mit dem Löffel.

Verkosten (Slurping): Warte ein paar Minuten, damit der Kaffee abkühlt. Nimm etwas Kaffee auf den Löffel und schlürfe ihn hörbar. Durch das Schlürfen verteilt sich der Kaffee am Gaumen, sodass sich Aromen und Geschmacksnoten optimal entfalten.

Kaffeeverkostung: Ein Leitfaden zur Cupping-Methode der Profis

Worauf solltest du beim Verkosten achten?

Wenn du Kaffees vergleichst, konzentriere dich auf diese vier Faktoren:

Aromen: Woran erinnert es dich? An Früchte, Blumen, Gewürze oder vielleicht gerösteten Zucker?

Säure (Acidity): Ist der Kaffee frisch wie Zitrone oder weich wie Apfel? Säure ist ein Merkmal von hochwertigem Kaffee.

Körper (Body): Wie fühlt sich der Kaffee im Mund an? Wie Wasser, Milch oder vielleicht Sahne?

Nachgeschmack (Aftertaste): Wie lange bleibt der Geschmack nach dem Verkosten im Mund?

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Tipp: Mach ein Spiel daraus!

Verkosten macht gemeinsam mehr Spaß. Veranstalte eine Blindverkostung: Nummeriere die Tassen unten und versuche zu erraten, welche Bohne es ist. Wenn du lernst, Unterschiede zwischen verschiedenen Röstgraden oder Herkunftsländern zu erkennen, wirst du merken, wie sich dein eigener Geschmackssinn entwickelt.

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